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		<title>Über Journalisten</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Über Journalisten &#8211; ein Referat von Frank Karmeyer Es gibt vermutlich so viele verschiedene Wege Journalist zu werden, wie es Journalisten gibt. Alle hier aufzuzeigen, ist unmöglich. Daher kann jetzt nur die Frage sein: Was können Sie tun, um ihrem Berufswunsch ein Stück näher zu kommen? Was fällt Ihnen nun ein, wenn Sie an ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td></td>
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<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b611de50a"></a>Über Journalisten &#8211; ein Referat von Frank Karmeyer</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td valign="top">Es gibt vermutlich so viele verschiedene Wege Journalist zu werden, wie es Journalisten gibt. Alle hier aufzuzeigen, ist unmöglich. Daher kann jetzt nur die Frage sein: Was können Sie tun, um ihrem Berufswunsch ein Stück näher zu kommen?</p>
<p>Was fällt Ihnen nun ein, wenn Sie an Journalisten denken? Oft sind es aufdringliche Menschen in schlechten Krimis, hinterlistige Gestalten in üblen Filmen. Aber warum sind Sie dann hier? Es gibt noch andere Bilder von Journalisten: Sie haben freien Eintritt zu Konzerten, sind den Stars ganz nahe, gucken aus dem Fernseher wie Ulrich Wickert oder sind in &#8211; einigen wenigen Filmen &#8211; auch die Helden.</p>
<p>Journalist: ein Traumberuf für viele. Man kann auch Modeberuf sagen.<br />
Denn die Zahl der Bewerber auf freie Stellen bei Tageszeitungen, in Funkhäusern, bei Fernsehsendern ist astronomisch. Was ist also dran am Journalisten?</p>
<p>Sie können gleich morgen anfangen: Auf Ihre Visitenkarte Journalist schreiben, oder wenn Sie nach ihrem Beruf gefragt werden, antworten, Sie seien Journalist. Anders als beim Bäcker oder Lehrer &#8211; der Beruf Journalist ist nicht geschützt. Ob Sie die Bezeichnung allerdings weiterbringt, wage ich zu bezweifeln. So einfach ist es dann doch nicht.</p>
<p>Dabei gibt nicht einmal eine spezielle Ausbildung, die für diesen Beruf notwendig ist. In der TLZ-Lokalredaktion arbeitet ein gelernter Elektriker, eine Lehrerin für Deutsch und Kunst, ein gelernter Schriftsetzer, eine Germanistin &#8211; ich selbst habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen &#8211; und abgebrochen.</p>
<p>Allen gemein sind ein bis zwei Voraussetzungen: Neugier, Kontaktfreudigkeit, ein gutes Stück Sprachgewandheit, das Bestreben und Können, schwierige Sachverhalte einfach zu erklären, die aktuellen Geschehnisse kennen zu wollen, ständig dazu lernen zu wollen und zu wissen, wo man findet, was man nicht weiß und und und&#8230;</p>
<p>Fangen wir mit der Neugier an. Es gibt eine Reihe von Journalistenschulen, die als Aufnahmeprüfung kniffelige Fragen stellen. Würden Sie im Flugzeug plötzlich neben Kanzler Schröder sitzen: Welche Frage würden Sie ihm stellen? Und?</p>
<p>Man muß sich erst einmal trauen, den Herrn Schröder anzusprechen. Da hilft es, wenn dazu ein gesundes Vorwissen vorhanden ist. Damit die Frage nicht als dumm aufgefaßt wird, damit man auch eine handfeste Antwort bekommt und nicht an der Nase herumgeführt wird. Das kann leichter passieren, als man denkt. Und hat dann die vielleicht einmalige Chance nicht genutzt.</p>
<p>Helfen kann da eine gute Ausbildung. Die wird in der Mehrzahl der Fälle bei Tageszeitungen erfolgen &#8211; sie ist für die meisten Journalisten in Fernsehen und Radio die Grundlage ihrer Arbeit.</p>
<p>Zwei Jahre dauert die Ausbildung, sprich das Volontariat. Meist verbirgt sich dahinter das, was heute neudeutsch &#8220;Learning by doing&#8221; genannt wird. Zwei Jahre wird in einer Redaktion mit anderen Redakteuren gearbeitet, wird in der Praxis geprobt, geübt und einstudiert.</p>
<p>1400 Volontariatsplätze gibt es wohl in Deutschland. Die Voraussetzungen sind nicht einheitlich festgezurrt: Es gibt Journalisten mit Abitur und ohne, mit begonnenem oder abgeschlossenem Studium, welcher Fachrichtung auch immer, manche gar mit Journalistikstudium, manche mit Dr. oder Professoren-Titel&#8230; Wie gesagt: Es gibt nichts Einheitliches, es gibt nur Personalchefs oder Chefredakteure mit unterschiedlichen Ansichten.</p>
<p>Abitur mit Studium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung gelten<br />
jedoch weitläufig als Minimalvoraussetzung.<br />
Dabei ist nicht nicht einmal entscheidend, ob es sich um ein Studium Journalistik, Kommunikationswissenschaften, Medienwissenschaften handelt. Gern gesehen &#8211; von einigen Chefredakteuren wohl lieber gesehen &#8211; wird ein gesellschaftswissenschaftliches Studium: Geschichte, Politik, Politikwissenschaften, BWL etc.</p>
<p>Extrem wichtig ist, schon früh Kontakt zur Praxis zu bekommen: Durch Mitwirken bei einer Schülerzeitung, besser jedoch: als freier Mitarbeiter bei einer Tageszeitung. Und die werden eigentlich immer gesucht &#8211; wenn sie gut sind. Großes Geld läßt sich damit nicht verdienen &#8211; aber warum nicht zu einer Veranstaltung gehen, zu der man ohnehin will, und nachher seine Eindrücke zusammenfassen und ein Foto abliefern. Sollte hier jemand Interesse daran haben: Terminvereinbarungen können wir im Anschluß treffen.</p>
<p>Ich selbst habe den Einstieg über die freie Mitarbeit gefunden: als Schlagzeuger in einer Band hat mich immer geärgert, was die Zeitung über unsere Konzerte geschrieben hat. Fotografiert habe ich schon immer gern &#8211; so habe ich mich in der Lokalredaktion angeboten, künftig über Veranstaltungen im Begegnungszentrum zu berichten &#8211; es sollten zahllose Wochenenden bei Modenschauen, Fußballspielen, Rassekaninchenzüchtern, Partei-Ortsverbänden etc werden&#8230;</p>
<p>Wer also nicht selbst Riesenrammler züchtet, wer nicht Briefmarken sammelt, wer nicht selbst Musik macht &#8211; und sich dennoch für all diese Dinge interessiert &#8211; der kann in diesem Beruf glücklich werden. Schließlich sitzt Schröder nicht in jedem Flieger auf dem Nachbarsitz.</p>
<p>Neben dem Volontariat gibt es die Journalistenschulen: In München, in Dortmund, in Hamburg. Hier gelten die genannten Aufnahmeprüfungen.<br />
Außerdem die Hochschulausbildung zum Journalisten &#8211; die Diplomträger von den Universitäten werden jedoch mit gewissen Vorbehalten in der Praxis beäugt. Zwar haben auch Hochschulstudien einen Praxisteil, doch wer weiß, wie eine Meldung wirkt, muß noch nicht wissen, wie sie geschrieben wird. Doch das mag ein Vorurteil sein.</p>
<p>Ist die eigentliche Ausbildung abgeschlossen, hat das Dazulernen noch kein Ende: Tagtäglich &#8211; und das macht für mich den Beruf so interessant, wie keinen anderen &#8211; hat man mit neuen Dingen, mit anderen Menschen, mit aktuellen Ereignissen zu tun.</p>
<p>Es ist definitiv kein Beruf, der früh um 6 beginnt und um 15.30 Uhr endet: Ein Journalist ist man den ganzen Tag und sein ganzes Leben. Wenn es in der Stadt brennt, gibt es wohl keinen Journalisten, der sagen würde: Ich habe jetzt Feierabend. Wenn im Fernsehen ein interessanter Bericht läuft, dann denkt sich wohl ein jeder: Da könnte auch eine Geschichte in meiner Stadt daraus werden.</p>
<p>Vielleicht ist dies ein Grund, warum Journalisten recht gut bezahlt werden. Im ersten Volontariatsjahr liegt der Sold bei etwa 2400 Mark, im zeiten bei knapp 3000. Verlockend? Wie gesagt: Es gibt keine geregelten Arbeitszeiten: Wenn die anderen nach dem Konzert nach Hause gehen, fängt die Arbeit erst an.</p>
<p>Auch der Beruf selbst unterliegt einem stetigen Wandel: Gab es früher noch streng getrennte Berufsbilder &#8211; Fotografen, Layouter, Redakteure &#8211; so sind Journalisten heute für alles da. Wir gestalten die Zeitung selbst, wir fotografieren und nebenbei schreiben wir auch noch. Künftig wird Multimedia einen größeren Einfluß haben, das Internet vielleicht.</p>
<p>Eines jedoch wird wohl auch künftig Bestand haben: Dass die Menschen das am meisten interessiert, was in ihrer unmittelbaren Umgebung passiert &#8211; und was im Lokalteil Ihrer Zeitung steht.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Der Pressewart</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlechter Stand Der Pressewart hat oftmals keinen leichten Stand im Verein. Seine Arbeit wird oftmals belächelt und zum Beispiel der Werkstattarbeit untergeordnet, nach dem Motto &#8220;Der tippt ja nur an seinem Computerrum&#8221;. Nun liegt es am Pressewart, seinen Vereinskollegen die Wichtigkeit dieser Aufgabe klarzumachen. Ein Argument könnte beispielsweise lauten: &#8220;Hätte die Stadtverwaltung nicht aus der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schlechter Stand<br />
</strong>Der Pressewart hat oftmals keinen leichten Stand im Verein. Seine Arbeit wird oftmals belächelt und zum Beispiel der Werkstattarbeit untergeordnet, nach dem Motto &#8220;Der tippt ja nur an seinem Computerrum&#8221;. Nun liegt es am Pressewart, seinen Vereinskollegen die Wichtigkeit dieser Aufgabe klarzumachen. Ein Argument könnte beispielsweise lauten: &#8220;Hätte die Stadtverwaltung nicht aus der Zeitung von unseren Ferienspaßangeboten für Kinder erfahren, hatten wir nicht den Zuschuss von 1000 Mark für die Jugendarbeit bekommen.&#8221;</p>
<p>Politiker und Geschäftsleute bekommen ihre Informationen schließlich zu einem großen Teil aus der Lokalpresse &#8211; und je präsenter ein Verein ist, desto höher sind die Chancen, beachtet zu werden.<br />
Um die Öffentlichkeit informieren und gegebenenfalls Fragen von Journalisten umfassend beantworten zu können, ist es wichtig, das der Pressewart über das Vereinsleben Bescheid weiß und regelmäßig Informationen aus dem Vorstand erhält.</p>
<p>Norbert Franck macht hierzu folgende Anmerkungen: „Eine gute Medienresonanz ist häufig nur dann zu erreichen, wenn der Vorstand [..] in einer Organisation davon überzeugt werden kann, dass Pressearbeit einer eigenen Logik folgt. Die Interessen der Vorsitzenden [..] decken sich nicht notwendig mit den Erfordernissen, vor denen der oder die Verantwortliche für Pressearbeit steht. [..] Solche unterschiedlichen Perspektiven sind in vielen Vereinen und Verbänden Quellen von unerfreulichen und unproduktiven Auseinandersetzungen, sie sind nur Sinnvoll zu lösen, wenn eindeutige und verbindliche Zuständigkeiten festgelegt werden.&#8221;</p>
<p>Welche Informationen der Pressewart letztlich an die Presse weitergibt, sollte er selbst entscheiden dürfen, dabei aber natürlich (soweit möglich) zum Wohle des Vereins handeln. Man sollte aber bedenken, dass auch negative Nachrichten das Verständnis für den Verein fördern können. Eine Pressepolitik des &#8220;Verschleierns&#8221; führt auf die Dauer zu einer schlechten Zusammenarbeit mit Journalisten und einem Misstrauen bei der Bevölkerung.</p>
<p>Was viele vergessen: Auch Pressearbeit kostet Geld. Es sollte selbstverständlich sein, dass sich ein Pressewart für seine Arbeit Baustunden im Verein anschreiben kann. Doch auch darüber hinaus schlagen PR-Maßnahmen zu Buche: Sei es die Entwicklung von Fotos, seien es Kopien für Handzettel, seien es Fahrt- oder Telefonkosten, seien es möglicherweise auch größere Ausgaben für den Druck einer Chronik. Wenn ein Verein nicht gewillt ist, diese Kosten zu übernehmen, kann auf die Dauer keine erfolgreiche Pressearbeit geleistet werden.</p>
<div><span class="Apple-style-span" style="font-family: Tahoma, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; line-height: 18px; font-size: 12px;"><br />
</span></div>
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		<title>Der Umgang</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:07:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Umgang Vom Umgang mit Medienvertretern und Pressereferenten Journalisten haben keine Zeit. Und wenn sie welche haben, dann nie genug. Deshalb ist es angebracht, dem Journalisten das eigene Anliegen so zu servieren, dass er es ohne großen Aufwand verwerten kann. Wir müssen also Werbung betreiben, allerdings nicht für unseren Verein, sondern für dessen Pressearbeit. Dazu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3">Der Umgang</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><strong>Vom Umgang mit Medienvertretern und Pressereferenten</strong><br />
Journalisten haben keine Zeit. Und wenn sie welche haben, dann nie genug. Deshalb ist es angebracht, dem Journalisten das eigene Anliegen so zu servieren, dass er es ohne großen Aufwand verwerten kann. Wir müssen also Werbung betreiben, allerdings nicht für unseren Verein, sondern für dessen Pressearbeit.</p>
<p>Dazu gehört zum Beispiel, dass der Redakteur in einem Verein einen ständigen Ansprechpartner hat, der zu fast jedem Thema kompetent Auskunft geben kann und auch vom Verein dazu bemächtigt ist, dies zu tun). Durch den regelmäßigen Kontakt bekommen beide Seiten ein Gespür dafür, was dem Gegenüber wichtig ist; man kann sich gezielter zuarbeiten, und der Pressewart kann beispielsweise schon vor dem Verfassen einer Pressemitteilung entscheiden, ob ihr Anlass in der Redaktion überhaupt eine Chance auf Veröffentlichung hat. Wenn nicht, so ist es besser, die Pressemitteilung landet bereits im Papierkorb des Pressewartes und nicht in dem der Redaktion &#8211; so vermeidet man den Ruf, die Zeitung mit überflüssigen Mitteilungen zu belästigen.</p>
<p>Die wenige Zeit der Journalisten bedeutet weiterhin, dass man nicht warten darf, bis sie an den Pressewart herantreten &#8211; dann wartet man ewig. Die Kontaktperson muss die Redakteure mit Informationen versorgen, aber nicht überfluten. Um zu erreichen, dass möglicherweise doch eine Kontaktaufnahme seitens der Redaktion erfolgt, sind persönliche Gespräche empfehlenswert, um sich besser kennen zu lernen. Auch hier muss der Pressesprecher wieder die Initiative ergreifen, in der Redaktion anrufen und einen Gesprächstermin vereinba ren. Gibt es mehrere Presseorgane vor Ort, so müssen alle Einrichtungen gleichermaßen mit Informationen versorgt und gleiche Kontakte gepflegt werden. So kann man ein Gespür dafür entwickeln, welche Prioritäten die Zeitung setzt, welche Besonderheiten sie aufweist (zum Beispiel eine Jugendseite, Vereinsbeilagen, &#8230;). Ein Service für die Redaktion kann dabei die Übergabe einer Pressemappe sein.</p>
<p>Bei einem Treffen kann zum Beispiel die Möglichkeit genutzt werden, mit dem Redakteur über zukünftige Projekte zu sprechen oder sich zu erkundigen, aus welchen Gründen beispielsweise die vorhergegangene Pressemitteilung gar nicht oder nur sehr verkürzt veröffentlich wurde. Hat der Redakteur unseren Text stark verändert oder eventuelle Fehler verursacht, so machen wir ihn höflich darauf aufmerksam, ohne ausfallend zu werden, und erkundigen uns nach den Gründen. Allerdings sollten wir dem Redakteur nicht mit einem vereinzelten Rechtschreibfehler nerven.</p>
<p>Umgekehrt gilt natürlich in jedem Fall, dass wir uns für eine besonders gelungene Veröffentlichung bedanken, denn auch ein Redakteur freut sich über Lob für seine Arbeit.Kommt der Redakteur in den Verein, so muss sichergestellt sein, dass ein kompetenter Ansprechpartner anwesend ist. Dabei mag zwar der erste Vorsitzende gerne anwesend sein, aber das eigentliche Gespräch mit dem Journalisten sollte der Pressewart führen. Andere Mitglieder werden sowieso irgendwann einmischen, um Zusatzinformationen zu geben (die leider meist niemand wissen will). Deshalb ist es von Vorteil, wenn der Pressewart die Gesprächsführung von Seiten des Vereins übernimmt, da er am besten abschätzen kann, was der Redakteur wissen will. Natürlich muss er die Verantwortlichen für gewisse Projekte hinzuziehen.</p>
<p>Die Hauptaufgabe eines Journalisten besteht darin, Neuigkeiten zu finden und sie für die Leserschaft aufzubereiten. Doch es kommt nicht selten vor, dass solche Neuigkeiten für den Betroffenen höchst unerfreulich sind &#8211; sei es, weil die eingereichte Pressemitteilung übermäßig gekürzt wurde, falsch oder gar nicht veröffentlicht wurde, oder weil der Redakteur Fakten herausgefunden hat, die man im Verein bisher ignorierte. Hiermit muss der Pressewart umgehen und mit dem Redakteur sachlich darüber diskutieren &#8211; und auch im Verein&#8217;darauf aufmerksam machen, dass er nicht die Instanz ist, die letztendlich über Art und Inhalt einer Veröffentlichung entscheidet, sondern nur als Zuarbeiter in punkto Informationen fungiert. Man muss immer bedenken, dass Journalisten nicht auf der Welt sind, um Vereine zu loben. Kommt es einmal zu einem schwerwiegenden Konflikt, so sollte man zunächst die Ursachen klären, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden. Möglichkeiten zur Korrektur bieten sich zunächst in Form einer zweiten Pressemitteilung oder eines richtigstellenden Leserbriefes.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Die Übermittlung</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Übermittlung Auf welche Art und Weise eine Pressemitteilung in die Redaktion gelangt, sollte vorab mit dem jeweiligen Ansprechpartner geklärt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten: Telefon +schnelle und spontane Übermittlung +Nachfragen noch während des Gesprächs möglich +Redakteur kann den Text selbst verfassen - Missverständnisse, Verständigungsprobleme möglich - nur handschriftliche Notizen des Redakteurs vorhanden - kann ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3">Die Übermittlung</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Auf welche Art und Weise eine Pressemitteilung in die Redaktion gelangt, sollte vorab mit dem jeweiligen Ansprechpartner geklärt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten:</p>
<p><strong>Telefon<br />
</strong>+schnelle und spontane Übermittlung<br />
+Nachfragen noch während des Gesprächs möglich<br />
+Redakteur kann den Text selbst verfassen<br />
- Missverständnisse, Verständigungsprobleme möglich<br />
- nur handschriftliche Notizen des Redakteurs vorhanden<br />
- kann bei längeren Gesprächen teurer werden</p>
<p><strong>Post</strong><br />
+Fotos und umfangreiches Material können transportiert werden<br />
+Text liegt in gedruckter Form vor<br />
- Portokosten<br />
- Text muss noch erfasst werden<br />
- dauert verhältnismäßig lange</p>
<p><strong>Fax</strong><br />
+schnelle Übermittlung<br />
+Text liegt in gedruckter Form vor<br />
-Text muss noch erfasst werden<br />
- manchmal schlechte Qualität</p>
<p><strong>E-Mail</strong><br />
+schnelle Übermittlung<br />
+Fotos und Grafiken können verschickt werden<br />
+Text kann direkt ins Redaktionssystem eingelesen werden<br />
+kein &#8220;Papierkram&#8221;<br />
- Virengefahr<br />
-Internetanbindung von Redaktion und Pressewart notwendig</p>
<p><strong>Persönlich<br />
</strong>+Kontakte zu Redakteuren werden intensiviert<br />
+Fragen können direkt beantwortet werden<br />
+weiteres Material kann mitgeliefert werden<br />
+Text liegt in gedruckter Form vor<br />
- höherer Zeitaufwand, Gespräch sollte vorbereitet werden</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Fotos</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fotos Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte Weitaus positiver als ein nerviges Begleitschreiben können manchmal Fotos wirken. Sie sagen oft mehr als 1000 Worte, erhöhen die Aufmerksamkeit und helfen, übertrieben lange Artikel zu vermeiden. Außerdem klagen Redakteure meistens über einen Mangel an Bildmaterial zu den von Pressewarten eingesandten Themen. Doch auch bei Fotos, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3">Die Fotos</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><strong>Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte</strong><br />
Weitaus positiver als ein nerviges Begleitschreiben können manchmal Fotos wirken. Sie sagen oft mehr als 1000 Worte, erhöhen die Aufmerksamkeit und helfen, übertrieben lange Artikel zu vermeiden. Außerdem klagen Redakteure meistens über einen Mangel an Bildmaterial zu den von Pressewarten eingesandten Themen.</p>
<p>Doch auch bei Fotos, die für die Zeitung bestimmt sind, gibt es einiges zu beachten. So gilt als erster Grundsatz, dass nur scharfe Fotos eine Chance auf Veröffentlichung haben. Werden sie als Papierabzug eingereicht, so mindestens in der Größe 10 x 15 cm, hochglänzend. Die meisten Zeitungen haben mittlerweile Farbausgaben, so dass nicht unbedingt Schwarz-Weiß-Aufnahmen abgegeben werden müssen. Auch können viele Redaktionen Negativstreifen einlesen, so dass manchmal sogar diese genügen. Genaue Modalitäten sind am besten mit dem jeweiligen Presseorgan abzuklären. Gleiches gilt für digitale Fotografien bezüglich der Auflösung und des Übermittlungsweges. Es sollten stets mehrere Fotos in unterschiedlichen Formaten angeboten werden, damit der Redakteur eine Auswahl in Abhängigkeit vom Layout treffen kann.</p>
<p>Ein Foto macht natürlich nur Sinn, wenn es einen Bezug zum mitgelieferten Text hat und kein „Allerweltsfoto&#8221; (zum Beispiel eine Blume bei einem Text über den Kleingärtnerverein) ist. Statische Bilder von Gruppen oder Einzelpersonen sollten vermieden werden, höchstens Siegerehrungen bilden eine Ausnahme. Ansonsten sollten die Fotos eine gewisse Dynamik erkennen lassen: Startvorbereitungen am Segelflugzeug, ein Startvorgang, eine Pokalübergabe, &#8230; Ausschnitte und Details wirken oft lebhafter als Gesamtansichten.<br />
Zu jedem Foto gehört auch die Bildunterschrift. Der Pressewart sollte auch hierfür einen Vorschlag mitliefern, der nicht nur beschreibt, was direkt zu sehen ist, sondern auch die Umstände erwähnt. Sind Personen zu sehen, werden sie mit vollem Vor- und Nachnamen (und Titel) von links nach rechts benannt.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die äußere Form</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die äußere Form Übersicht Neben einem gepflegten Sprachstil muss die Pressemitteilung eines Vereins an einen Redakteur auch vom Äußeren her einen ordentlichen Eindruck hervorrufen. Je übersichtlicher sie gestaltet ist, desto einfacher kann der Redakteur Informationen entnehmen, denn eine Verlautbarung ist die Visitenkarte ihres Herausgebers. Auf die Pressemitteilung gehören gehören in jedem Fall: • Name und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3">Die äußere Form</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Übersicht<br />
Neben einem gepflegten Sprachstil muss die Pressemitteilung eines Vereins an einen Redakteur auch vom Äußeren her einen ordentlichen Eindruck hervorrufen. Je übersichtlicher sie gestaltet ist, desto einfacher kann der Redakteur Informationen entnehmen, denn eine Verlautbarung ist die Visitenkarte ihres Herausgebers.</p>
<p>Auf die Pressemitteilung gehören gehören in jedem Fall:<br />
• Name und Logo des Vereins<br />
• Adresse des Vereins, Telefonnummer, evtl. Homepage<br />
• Name des Ansprechpartners bei Rückfragen<br />
• Adresse des Ansprechpartners<br />
• Telefonnummer des Ansprechpartners (möglichst 24 Std. am Tag erreichbar)<br />
• Ort, Datum</p>
<p>Logisch:<br />
• Name des Presseorgans<br />
• Anschrift/Faxnummer/E-Mail-Adresse des Presseorgans<br />
• Name des Ressorts (Wer einen direkten Ansprechpartner benennt, riskiert, dass die Pressemitteilung möglicherweise auf dessen Schreibtisch verwest, wenn jener Redakteur beispielweise im Urlaub oder krank ist.)</p>
<p>Weiterhin:<br />
• Das Wort „Pressemitteilung&#8217;, „Presserklärung&#8221;, „Leserbrief&#8221; o. ä.<br />
• Thema der Pressemitteilung<br />
• evtl. Sperrfirst<br />
• Name des Verfassers<br />
• Name des Fotografen von mitgelieferten Fotos</p>
<p>Selbstverständlich:<br />
• Pressetext<br />
• Vorschlag für Überschrift und Dach-/Unterzeile<br />
• Bildunterschrift für Fotos</p>
<p>Wenn ein Verein ein Logo besitzt, sollte sich auch dieses auf der Pressemitteilung wiederfinden, denn es bietet Orientierungs- und Wiedererkennungsmöglichkeiten („Corporate Identity&#8221;). Gestalterischer Firlefanz wie oft wechselnde Schriftarten, -farben und -größen sind allerdings fehl am Platz.</p>
<p>Die Pressemitteilung sollte wenn möglich auf dem Computer getippt werden, im Notfall auch auf der Schreibmaschine. Keinesfalls sollte ein handschriftlicher Text eingereicht werden, da sowohl Erfassung als auch Redakteure Wichtigeres zu tun haben, als die Handschrift eines Pressewartes zu entziffern.<br />
Merke: Eine ordentlich aufgemachte Pressemitteilung erhöht die Chancen der Veröffentlichung ungemein. Man wähle also am PC eine gut lesbare Schriftart und -größe (12 pt). Um dem redigierenden Redakteur die Arbeit zu erleichtern, sollte der Text anderthalbzeilig geschrieben und ein Heft- sowie ein Korrekturrand für Anmerkungen gelassen werden. Die Anzahl der Zeilen ist am besten vorher mit dem Redakteur abzuklären. Im Zweifel gilt: In der Kürze liegt die Würze! Absätze erhöhen zudem die Übersichtlichkeit eines Textes.</p>
<p><strong>Das Beqleitschreiben</strong><br />
Gehört zu einer Pressemitteilung ein Begleitschreiben? Die Fachliteratur ist sich in diesem Punkt nicht einig. Norbert Franck vertritt folgende These: „Gute Pressemitteilungen stehen für sich, sie sind selbstredend. Ein Begleitschreiben macht eine schlechte Pressemitteilung nicht besser. Ein Begleitschreiben zu einer guten Pressemitteilung ist überflüssig.&#8221;<br />
Hans-Peter Förster hingegen argumentiert: &#8220;Mit einem gut geschriebenen Brief beeinflussen Sie den Redakteur schon im Vorfeld &#8211; [..] Gute Begleitbriefe schaffen Sympathie.&#8221;</p>
<p>Hier muss sich der Pressewart seine eigene Meinung bilden. Überflüssig sind in jedem Fall anschreiben mit dem Hinweis &#8220;Hiermit übersende ich Ihnen eine Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung&#8221; &#8211; dies ist wohl offensichtlich, ansonsten würde der Redakteur keine Pressemitteilung in den Händen halten. Sollen hingegen Informationen vermittelt werden, die zwar nicht für den Text interessant, jedoch für den Redakteur wichtig sein könnten (beispielsweise künftige Veranstaltungen mit großer Bedeutung), so kann man diese in einem kurzen Text darlegen.</p>
<p>Für die Bitte um Entsendung eines Mitarbeiters der Zeitung ist nicht unbedingt ein separates Anschreiben notwendig. Normalerweise besetzen die Zeitungen die ihnen zugetragenen Termine selbstständig &#8211; es sei denn, sie sind es gewohnt, vom Veranstalter einen Nachbericht geliefert zu bekommen.<br />
Ansonsten gilt: Wenn ein Mitarbeiter bei der Veranstaltung erscheint &#8211; wunderbar. Ansonsten muss der Pressewart tätig werden und einen Nachbericht verfassen, sofern die Veranstaltung dies hergibt. Ist dies von vornherein beabsichtigt, so sollte der Redakteur eine kurze Notiz erhalten, dass es nicht nötig ist, einen Mitarbeiter zu entsenden.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Aufbau</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Aufbau des Artikels Der Einstieg Eine der wichtigsten Grundregeln der Zeitungsschreiberei lautet sinngemäß: Ist der Einstieg schlecht, ist der ganze Text schlecht. Denn im Einstieg, also dem Textbeginn, wird der Grundsstein für das Interesse des Lesers gelegt. Verrät der Anfang schon alle wichtigen Details, ist der Leser zwar informiert, das Weiterlesen jedoch überflüssig; ebenso ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3">Der Aufbau des Artikels</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><strong>Der Einstieg</strong><br />
Eine der wichtigsten Grundregeln der Zeitungsschreiberei lautet sinngemäß: Ist der Einstieg schlecht, ist der ganze Text schlecht. Denn im Einstieg, also dem Textbeginn, wird der Grundsstein für das Interesse des Lesers gelegt.</p>
<p>Verrät der Anfang schon alle wichtigen Details, ist der Leser zwar informiert, das Weiterlesen jedoch überflüssig; ebenso gering wird das Interesse am Weiterlesen sein, wenn der Einstieg vor lauter Langeweile ein Gähnen beim Leser hervorruft. Der Beginn eines Zeitungsartikel muss also gut konstruiert werden.</p>
<p>Im Einstieg soll der Leser also erfahren, worum es in dem Artikel geht &#8211; er soll jedoch nicht nach dem ersten Absatz mit dem Lesen aufhören, sondern noch genügend Interesse besitzen, um den gesamten Text zu lesen. Um dies zu erreichen, muss dem Schreiben zunächst eine Überlegung vorangehen: Was ist denn an dem Thema, über das ich berichten will, für den Leser interessant?<br />
Am Anfang sollte also stehen: Was ist passiert/wird passieren? oder Warum ist es passiert/wird es passieren?</p>
<p>Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um die Antworten auf diese Fragen zu verpacken. Ein probates Mittel für einen Textanfang können Zahlen und Vergleiche sein: &#8220;72 677 Kilometer haben die Wullerstorfer Segelflieger in der vergangenen Saison ohne Motorkraft zurückgelegt &#8211; das entspricht fast einer doppelten Erdumrundung.&#8221;<br />
Auch Zitateinstiege bieten sich an: &#8220;Wir haben das Maximum aus dieser Saison herausgeholt&#8221;, betonte Werner Witzig, Vorsitzender des&#8230; &#8220;</p>
<p>Formuliert man unser erstes Beispiel ein wenig um, so mehr haben wir einen sogenannten Auf merksamkeitswecker: &#8220;Was für einen Satelliten eine Kleinigkeit ist, ist für die Wullerstorfer Segelflieger ein neuer Rekord. In der vergangenen Saison haben sie&#8230; &#8220;.<br />
In jedem Fall müssen wir einen Text mit einem interessanten Aspekt beginnen lassen &#8211; entweder dem Ergebnis/Ziel/Höhepunkt einer Veranstaltung oder Meinungen zu einer Veranstaltung. Dementsprechend wird der Einstieg formuliert. Welche Variante man wählt, hängt von der jeweiligen Bedeutung eines Ereignisses für den Leser (nicht für den Veranstalter!) und dem damit verbundenen Leseinteresse ab.</p>
<p><strong>Der Aufbau</strong><br />
Ein Zeitungsartikel sollte möglichst nach dem sogenannten Lead-Schema verfasst werden. Hierbei bekommt der Leser schon in den ersten Zeilen einen Überblick über die beschriebene Thematik und kann selbst entscheiden, ob er sich weitergehend informieren möchte. Da der Kernpunkt des Textes schon zu Beginn genannt wird, erhält der Leser die wichtigste Information in jedem Fall.</p>
<p>wichtigstes Ergebnis -&gt;nähere Umstände -&gt;Details -&gt;Details</p>
<p><strong>Die Überschrift</strong><br />
Zu einem Zeitungsartikel gehören natürlich auch eine Überschrift sowie eine Dach- oder Unterzeile. Der Pressewart sollte in jedem Fall einen Vorschlag mitliefern. Die Überschrift sollte die Thematik anreißen, treffend zusammenfassen und beim Leser Interesse wecken. Langweilig wirken beispielsweise Passivkonstruktionen (&#8220;Segelflugzeug wird von Piloten grundüberholt&#8221;). Hier ein &#8211; zugegeben etwas zweideutiges, aber tatsächlich veröffentlichtes &#8211; Beispiel zum Thema „Saisonabschluss mit Ziellandewettbewerb&#8221;.</p>
<p>So nicht:<br />
Segelflieger beendeten Saison mit Ziellandewettbewerb</p>
<p>Aber so:<br />
Mit dem Segelflugzeug auf den Strich</p>
<p>Das Finden von Überschriften ist eine der schwierigsten Aufgaben beim Verfassen eines Artikels. Am besten ist es, zunächst den Text komplett zu schreiben und erst hinterher die Quintessenz zu ziehen und daraus eine Überschrift zu formulieren. Man darf allerdings nicht enttäuscht sein, wenn der Vorschlag nicht angenommen wird. Oft scheitert dies schon an Layout-Fragen &#8211; die Länge und Wortwahl von Überschriften müssen in besonderem Maße an das Seiten-Layout angepasst werden.</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711e7b7d"></a>Das A und O: Die fünf Ws</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">• WER hat etwas getan/wird etwas tun oder war/ist beteiligt?<br />
• WAS ist/wird geschehen?ist/wird es geschehen?<br />
• WANN ist/wird es geschehen?<br />
• WO ist/wird es geschehen?<br />
• WIE ist/wird es geschehen?</p>
<p>Wenn nicht im Text schon geklärt, sollten zusätzlich noch folgende W&#8217;s berücksichtigt werden:<br />
• WARUM ist/wird es geschehen?<br />
• WOHER stammt die Information über das Ereignis?</p>
<p>Nun kann das Formulieren beginnen. In der Regel sollte die Länge des Einstiegs in den Text zehn Zeilen nicht überschreiten. Für den gesamten Artikel gilt: Lange, verstrickte Sätze sollten vermieden werden, Punkte sollten öfter gesetzt werden. Auch wenn der Zeitungsartikel von aussagekräftigen Informationen lebt, darf man keinesfalls in protokollhafte Auflistungen verfallen, sondern muss spannend schreiben. Im Folgenden geht der Text gemäß der fünf W&#8217;s auf die genaueren Umstände ein.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vorüberlegungen</title>
		<link>http://www.paperpark.de/wp/voruberlegungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 00:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorüberlegung Bevor man mit dem Schreiben beginnt, sollte eine wichtige Vorüberlegung erfolgen: für wen schreibe ich eigentlich? Schreibe ich&#8230; • für meinen Vereinsvorstand, bei dem ich mich einschmeicheln will? • für meine Freunde, denen ich imponieren will? • für Vereinsmitglieder, die wissen wollen, was im Verein passiert? • für Experten in meiner Sportart? • für ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3">Vorüberlegung</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Bevor man mit dem Schreiben beginnt, sollte eine wichtige Vorüberlegung erfolgen:<br />
für wen schreibe ich eigentlich?</p>
<p>Schreibe ich&#8230;<br />
• für meinen Vereinsvorstand, bei dem ich mich einschmeicheln will?<br />
• für meine Freunde, denen ich imponieren will?<br />
• für Vereinsmitglieder, die wissen wollen, was im Verein passiert?<br />
• für Experten in meiner Sportart?<br />
• für Firmen, von denen ich mir Sponsoring erhoffe?<br />
• für mich?</p>
<p>NEIN!</p>
<p>Ich schreibe ausschließlich für den LESER. Der Leser weiß nichts über mein Hobby, interessiert sich auch nicht sonderlich dafür, hat möglicherweise noch nie etwas davon gehört. Die Aufgabe des Pressewartes ist es also, den unwissenden Leser für seine Ideen zu begeistern und dabei frei von jeglichem Egoismus zu berichten. Dabei gelten folgende Grundsätze:</p>
<p>• Ehrlich sein &#8211; auch wenn die Wahrheit weh tut.<br />
• Niemandem nach dem Mund schreiben &#8211; auch wenn es bequem sein mag.<br />
• Sich nicht mit der erstbesten Recherche zufrieden geben &#8211; auch wenn man das Ergebnis am liebsten hört.<br />
• Nie die Macht ausnutzen &#8211; sondern Zurückhaltung üben.<br />
• Jeden gleich behandeln &#8211; auch wenn man gerne jemanden strafen möchte.</p>
<p><strong>Was gehört in einen Zeitungsartikel?</strong></p>
<p>Wir sollten bedenken, dass der Zeitungsartikel für unseren Verein eine Art der Werbung darstellt. Dennoch müssen wir es vermeiden, uns über Gebühr und völlig unangemessen in einem Pressetext anzupreisen, denn bekanntlich stinkt Eigenlob ganz gewaltig. Oberstes Gebot der Berichterstattung ist die Sachlichkeit. Pressereferenten müssen zwar ein positives Image des Vereins erzeugen, dürfen den Artikel aber nicht als Werbeträger missbrauchen &#8211; das tut ein objektiver Bericht schon ganz von allein. Prinzipiell gilt: In eine Pressemitteilung gehören ausschließlich Fakten, Märchen bleiben bei den Gebrüdern Grimm! Auch persönliche Wertungen stehen dem Pressewart nicht zu &#8211; es sei denn, er äußert sich ein einem ausdrücklich gekennzeichneten Kommentar, zum Beispiel in einem Leserbrief.</p>
<p><strong>Konkrete Anlässe</strong><br />
für eine Pressemitteilung sind zum Beispiel Veranstaltungshinweise oder Termine, Ereignisse und Entscheidungen im Verein, Vorstandsänderungen oder Stellungnahmen. Natürlich kann man auch &#8220;einfach mal so&#8221; einen Artikel über das Vereinsleben an die Redaktion weiterreichen &#8211; solange man damit rechnen kann, dass das Thema auch bei Nicht-Mitgliedern auf Interesse stößt. Wichtig ist, dass eine gewisse Aktualität gegeben ist, und dass Terminankündigungen rechtzeitig (mindestens eine Woche vorher) in die Redaktionen gelangen.</p>
<p><strong>Der Umfang</strong><br />
einer Pressemitteilung hängt fast ausschließlich vom Thema ab. Über die Weihnachtsfeier der Senioren wird eine Redaktion sicherlich nicht mehr als 30 Zeilen veröffentlichen &#8211; umgekehrt wären 30 Zeilen jedoch zu wenig, wenn auf dem Flugplatz ein großer Flugtag stattgefunden hat. Es liegt am Pressewart, den Redaktionen die Bedeutung einer Veranstaltung klar zu machen. Als Orientierung können folgende Presse-Richtlinien zum Thema &#8220;Vereinsberichterstattung&#8221; gelten:<br />
&#8220;Vereinsmitglieder sind ein wichtiger Bestandteil der Leserschaft. Eine lebendige Vereinsberichterstattung kann den Lokalteil bereichern, [..] Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Neuigkeiten in seiner Berichterstattung herauszufiltern. Hinter jedem Vereinsmitglied steckt ein Mensch, [ . . J, und es gibt eben nichts Interessanteres, als über Menschen zu schreiben. Deshalb: Vereine sind auch ein lohnenswertes Terrain für Portraits und Reportagen. Der liebenswerte Brieftaubenzüchter, der seine Vögel jedes Wochenende Hunderte von Kilometern auf die Reise schickt und ungeduldig auf ihre Rückkehr wartet, [..1 Je öfter solche Geschichten im Blatt sind, um so leichter ist es, die Vereinsberichterstattung auf ein erträgliches Maß zu bringen. Jahresversammlungen und die entsprechenden Berichte gehören ins Blatt. [..] Dabei sollte der Jahresrückblick [ . . J allenfalls drei bis vier Sätze ausmachen &#8211; in aller Regel wurde bereits über die Ereignisse berichtet. Mit Totenehrungen, Genehmigungen der Tagesordnung und anderen Regularien sollten die Leser nicht gelangweilt werden. Auch die Entlastung des Vorstandes ist nicht erwähnenswert. Wiedergewählte Vorstände müssen nicht mit einem Foto ins Blatt. Setzt sich der Vorstand neu zusammen oder wurden Mitglieder geehrt, kann das dagegen auch mit einem Foto dokumentiert werden. Interessant ist in der Regel, warum sich die Zusammensetzung geändert hat, warum Einzelne nicht wieder angetreten sind. Ehrungen werden mit Foto erst ab 25-jähriger Vereinsmitgliedschaft oder ab zehnjähriger Vorstandstätigkeit veröffentlicht.</p>
<p>Grundsätzlich sollte das Maximum an Informationen in möglichst wenig Text verpackt werden. Um zu vermeiden, dass ein Redakteur möglicherweise durch Kürzungen die Intention des Textes verändert, sollte der Pressewart versuchen, soviel wie möglich selbst zu kürzen. Dabei muss er mit sich und seinem Text hart ins Gericht gehen und zum Beispiel unsortierte Anhäufungen von Fakten und Fremdwörtern, übertriebe Selbstdarstellungen oder Vereinsinterna streichen. Denn: Es ist sicherlich besser, zehn kleine Veröffentlichungen pro Jahr in den Medien verzeichnen zu können, die den Leser interessierten, als zwei große Artikel, die vor lauter unwichtigem Kram überquellen. Nur durch kontinuierliche Pressearbeit wird ein Verein bekannt und kann möglicherweise Sympathisanten oder gar Mitglieder gewinnen. Dass dies natürlich nicht von heute auf morgen passiert, versteht sich von selbst.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wortwahl</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 00:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In der journalistischen Ausdrucksweise gibt einige Richtlinien, die dazu dienen, grobe sprachliche Fehler zu vermeiden. Generell lassen sich folgende Regularien feststellen. ab-  ist eine überflüssige Silbe, sofern das Wort durch sie keine neue Bedeutung erhält (wie bei abnehmen). Besser ohne ab- ist z. B. abändern, abmildern, absichern,&#8230; Abkürzungen müssen zunächst geklärt werden, z. B. „Der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der journalistischen Ausdrucksweise gibt einige Richtlinien, die dazu dienen, grobe sprachliche Fehler zu vermeiden. Generell lassen sich folgende Regularien feststellen.</p>
<p><strong>ab- </strong><br />
ist eine überflüssige Silbe, sofern das Wort durch sie keine neue Bedeutung erhält (wie bei abnehmen). Besser ohne ab- ist z. B. abändern, abmildern, absichern,&#8230;</p>
<p><strong>Abkürzungen<br />
</strong>müssen zunächst geklärt werden, z. B. „Der Christiliche Verein Junger Menschen (CVJM)&#8230;&#8221;. Abkürzungen wie usw., ca., etc., DM, cm, km/h, &#8230; sind nicht erlaubt, Kürzel wie ADAC oder CDU können hingegen benutzt werden, da sie allgemein bekannt sind.</p>
<p><strong>Anglizismen</strong><br />
sind durch deutsche Wörter zu ersetzen: Höhepunkt statt Highlight, Ereignis statt Event,&#8230;</p>
<p><strong>Anwesende<br />
</strong>sollten durch Zuhörer, Mitglieder, Fansersetzt werden.</p>
<p><strong>Behördendeutsch</strong><br />
sollte vermieden werden: Ampel statt Lichtzeichenanlage, Schwarzfahren statt Beförderungserschleichung,&#8230;</p>
<p><strong>Blähwörter</strong><br />
wie jedenfalls, eben, nun denn, nämlich, natürlich verlängern Sätze unnötig. Ebenso: Problemfelder = Probleme, Aufgabengebiet = Aufgaben, Witterungsverhältnisse = Wetter, Unkosten = Kosten&#8230;</p>
<p><strong>Damen und Herren</strong><br />
heißen Frauen und Männer. Ausnahmen: Damenwahl, Herrenschuhe,&#8230;</p>
<p><strong>Glücklicherweise sowie leider oder natürlich</strong><br />
sind subjektive Äußerungen, die nur in einen Kommentar oder ein Zitat gehören.</p>
<p><strong>Kameraden</strong><br />
gibt es nur bei der Bundeswehr, der Feuerwehr oder in Zitaten.</p>
<p><strong>können</strong><br />
&#8220;&#8230; konnte einen Sieg erzielen.&#8221; Besser: &#8220;&#8230; erzielte einen Sieg.&#8221;</p>
<p><strong>Kurs</strong><br />
Den Kurs kann man am Kompass ablesen &#8211; geht es aber um einen Lehrgang, so spricht man von Kursus.</p>
<p><strong>letzte</strong><br />
„Im letzten Jahr&#8230;&#8221; hieße es nur, wenn der Weltuntergang bevorstünde. Besser: vergangenen, zurückliegenden, vorigen, &#8230;</p>
<p><strong>man</strong><br />
kann meist präzisiert werden.</p>
<p><strong>Markennamen</strong><br />
gehören nur in die Werbung. Deshalb: Klebeband statt Tesa, Taschentuch statt Tempo, Möbelpolitur statt Pronto.</p>
<p><strong>Namen</strong><br />
Personen in Artikeln werden mit Vor- und Zunamen benannt. Titel wie Prof oder Dr. gehören dazu, wenn sie in dieser Funktion handeln. Also: Ein Professor an der Universität behält seinen Titel, wenn er ein Tennis-Turnier gewinnt, verliert er ihn.</p>
<p><strong>Niederschläge</strong><br />
bitte präzisieren: Schnee? Hagel? Regen? Graupel?</p>
<p><strong>Jahreshauptversammlung</strong><br />
ist ein Blähwort. Entweder Jahresversammlung oder Hauptversammlung.</p>
<p><strong>Passivkonstruktionen</strong><br />
wie werden &#8230; gemacht, sollen&#8230; stattfinden vermeiden!</p>
<p><strong>Preise</strong><br />
für Eintrittskarten oder Konsumartikel gehören nur in die Werbung.</p>
<p><strong>sagen</strong><br />
Statt dem neutralen Verb sagen verwenden wir je nach Situation lieber die &#8220;sprechaktbezeichnenden Verben&#8221;: erklären, erläutern, betonen, hervorheben, mitteilen, ankündigen, finden, meinen, fragen hinzufügen, nennen, fordern, loben, kritisieren, zugeben, deutlich machen,&#8230;</p>
<p><strong>Substantivierte Verben</strong><br />
hemmen den Lesefluss und erwecken einen bürokratischen Eindruck: &#8220;Die Verfügung zur Durchführung einer Renovierunggelangte zur Abstimmung.&#8221;</p>
<p><strong>Tanzbein</strong><br />
Vorsicht bei abgegriffenen Formulierungen und schrägen Sprachbildern! Gartenlaubenlyrik wie „Bis zum Umfallen wurde das Tanzbein geschwungen&#8221; oder „Als Preis winkte ein halbes Schwein&#8221; kann ein falsches Bild erzeugen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Sprache</title>
		<link>http://www.paperpark.de/wp/die-sprache/</link>
		<comments>http://www.paperpark.de/wp/die-sprache/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 00:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Karmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[„Man gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge. &#8220; (Arthur Schopenhauer) Der Umgang mit Sprache in einer Zeitung lässt sich in der Tat auf diese einfache Stilregel reduzieren &#8211; schließlich soll der Inhalt eines Textes für jeden Leser gleichermaßen verständlich sein, ohne wichtige Umstände des Ereignisses zu verfälschen oder wegzulassen. Hier ein paar grundsätzliche Regeln ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3"><strong>„Man gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge. &#8220;</strong></p>
<p>(Arthur Schopenhauer)</p>
<p>Der Umgang mit Sprache in einer Zeitung lässt sich in der Tat auf diese einfache Stilregel reduzieren &#8211; schließlich soll der Inhalt eines Textes für jeden Leser gleichermaßen verständlich sein, ohne wichtige Umstände des Ereignisses zu verfälschen oder wegzulassen. Hier ein paar grundsätzliche Regeln zum Verfassen von Zeitungsartikeln:</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711af773"></a>Wörter, Sätze, sprachliche Mittel</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Wörter und Sätze sollten möglichst kurz, prägnant, konkret und anschaulich sein. Schreibt der Pressewart in seiner Mitteilung &#8220;Fluglehrer Karl Klammer erläuterte den Schnupperkursteilnehmern das Prinzip des Seitengleitfluges, bei dem das negative Wendemoment, welches bei Betätigung der Querruder entsteht, ausgenutzt und durch einen Tritt in das Seitenruder in Schieberichtung verstärkt wird und durch einen entgegensetzen Querruderausschlag ein stabiler Schiebeflugzustand erzielt wird, der aufgrund seines hohen Widerstandes eine Erhöhung der Sinkgeschwindigkeit bewirkt&#8221;, so wird der Redakteur den Schrieb entweder gleich in den Müll befördern oder zumindest diesen Absatz rücksichtslos streichen.</p>
<p>Besser fährt der Pressewart beispielsweise so:</p>
<p>„Fluglehrer Karl Klammer erläuterte den Schnupperkursteilnehmern den Seitengleitflug, dessen Prinzip darin besteht, das Segelflugzeug bewusst so zu steuern, dass es möglichst viel Widerstand erzeugt. Dadurch erhöht sich die Sinkgeschwindigkei t. &#8220;.Aber auch diesen Satz könnte man noch vereinfachen:</p>
<p>„Fluglehrer Karl Klammer erläuterte den Schnupperkursteilnehmern unterschiedliche Flugmanöver zur Einteilung des Landeanfluges.&#8221;<br />
Mehr will der Leser sowieso nicht wissen &#8211; und wenn doch, wird er sich sicher bald auf dem Flugplatz blicken lassen. Also: Nicht die Fülle an Details und Fakten ist entscheidend, sondern die Verständlichkeit für einen Laien.</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711b1b74"></a>Behördendeutsch</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Vor allem Menschen, die oft mit Behörden zu tun haben (oder gar bei einer solchen arbeiten), neigen gern zu einer übertriebenen Substantivierung von Verben (Tu-Wörtern):<br />
&#8220;Die Mitglieder erwirkten den Beschluss zur Anschaffung eines neuen Segelflugzeuges.&#8221;<br />
Dieser Satz klingt trocken und langweilig und hemmt den Lesefluss. Warum nicht schreiben: &#8220;Die Mitglieder beschlossen, ein neues Segelflugzeug zu kaufen.&#8221;</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711b3a75"></a>Fremdwörter</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Ebenso grausam wirken Fremdwörter. Ihre Verwendung muss auf ein erträgliches Maß reduziert, aber nicht erzwungen werden. Im Vorstand herrschen &#8220;Dissonanzen&#8221; ersetzen wir durch &#8220;Im Vorstand herrschen Spannungen&#8221;, der &#8220;Computer&#8221; wird jedoch nicht zu einer „elektronischen Rechenmaschine&#8221;.</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711b5276"></a>Phrasendrescherei</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Ein beliebtes Mittel, um Zeilen zu schinden, ist die Phrasendrescherei. &#8220;Das lautlose Gleiten am blauen Himmel über der Lüneburger Heide&#8221; zwar ist ein netter Einstieg für einen Erlebnisbericht, sonst aber eher überflüssig. Ebenso:&#8221;Die Landrätin zeigte sich von dem Flugerlebnis beeindruckt.&#8221;<br />
Warum nicht einfach &#8220;Die Landrätin war [..] beeindruckt&#8221;? Auch Bilder (Metaphern), die wir schon zu Tausenden gelesen haben, blasen den Text nur unnötig auf. Sie sollten nur verwendet werden, wenn sie entweder neu sind oder in einen originellen Zusammenhang benutzt werden.</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711b7d77"></a>Adjektive</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Um eine Situation ausführlicher und angemessener zu beschreiben, sind Adjektive (Wie-Wörter) hilfreich. Mit ihnen kann man Umstände genauer definieren, sie bewerten, anschaulicher gestalten. Jedoch müssen die gewählten Adjektive auch passend sein. Ein &#8220;lebendiges Vereinsleben&#8221; ist wohl selbstverständlich, denn Leben lebt immer. &#8220;Lebhaft&#8221; ist hier eher angebracht. Steigerungen von Adjektiven werden oft falsch gebraucht: Weißer als weiß geht es nun mal nicht, ebenso wenig wie optimalste Bedingungen herrschen können.</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711b8f78"></a>Wiederholungen</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Ein guter Text zeichnet sich dadurch aus, dass nur wenige Wiederholungen vorkommen. Bevor ich also in meiner Luftsport-Pressemitteilung fünfmal &#8220;Segelflugzeug&#8221; schreibe, mache ich mir vorher Gedanken über geeignete Synonyme, also Ersatzwörter: &#8220;Segler, Gleiter, Maschine, Kunststoffvogel, Superorchidee, Flugzeug&#8221;: Von Ersetzungen durch Pronomen (persönliches Fürwort) um jeden Preis ist allerdings abzuraten.<br />
&#8220;Das Wetter bereitete den Piloten große Schwierigkeiten, da es sich nur schwer einschätzen ließ. In den frühen Abendstunden führte es sogar soweit, dass es zu regnen begann und es den Segelfliegern unmöglich wurde, nach Hause zurückzukehren.&#8221;<br />
Verwirrung ist vorprogrammiert. Indem man selbst nach Synonymen sucht, unterbindet man etwaige missglückte Versuche des Redakteurs, ein Wort zu ersetzen und möglicherweise einen falschen Eindruck hervorzurufen: Pilot = Hobbyflieger =&gt; negatives Image.</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711ba379"></a>Über Satzbau</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Kommen wir zu den Sätzen. Der schon einmal zu Beginn des Kapitels formulierte Satz zum Thema „Seitengleitflug&#8221; ist ein abschreckendes Beispiel &#8211; er ist viel zu lang, verwirrend und wimmelt von Fachausdrücken:<br />
&#8220;Fluglehrer Karl Klammer erläuterte den Schnupperkursteilnehmern das Prinzip des Seitengleitfluges, bei dem das negative Wendemoment, welches bei Betätigung der Querruder entsteht, ausgenutzt und durch einen Tritt in das Seitenruder in Schieberichtung verstärkt wird und durch einen entgegensetzen Querruderausschlag ein stabiler Schiebeflugzustand erzielt wird, der aufgrund seines hohen Widerstandes eine Erhöhung der Sinkgeschwindigkeit bewirkt.&#8221;</p>
<p>Aber auch das Gegenteil erzielt nicht immer den gewünschten Effekt:</p>
<p>„Fluglehrer Karl Klammer erläuterte den Schnupperkursteilnehmern das Prinzip des Seitengleitfluges. Dabei wird zunächst das Querruder betätigt. Durch das negative Wendemoment wandert die Flugzeugnase aus. Dies nutzt man aus. Durch einen Seitenruderausschlag wird diese Bewegung unterstützt. Bla Bla Bla&#8221;<br />
Die Aneinanderreihung von Hauptsätzen (parataktischer Satzbau) macht zwar den Inhalt verständlicher, erzeugt aber keinerlei Spannung oder Abwechslung. Wir müssen uns also die Mühe machen, eine angemessene Mischung von einfachem und komplexen Satzbau zu finden.</p>
<p>In unserem Abschreckungs-Beispiel wird auch der verschachtelte Satzbau deutlich: An den Hauptsatz &#8220;Fluglehrer Karl Klammer [..] des Seitengleitfluges&#8221; sind zwei Nebensätze angehängt: &#8220;bei dem das negative Wendemoment [..] verstärkt wird&#8221; und pdurch einen entgegengesetzten Querruderausschlag [..] erzielt wird&#8217;. An beide Nebensätze ist wiederum je ein weiterer Nebensatz angefügt: „welches bei [..] entsteht&#8221;und &#8220;der aufgrund [..] bewirkt&#8221;.</p>
<p>Alles klar?<br />
Aus dem Schachtelsatz:<br />
&#8220;Sie hatte, als der Geschäftsführer eintraf, der vom Vereinsvorstand informiert worden war, der Presse bereits ihren Rücktritt mitgeteilt&#8221;,<br />
können wir ein leichter verständliches Satzgefüge mit einem Hauptsatz und zwei Nebensätzen machen: &#8220;Sie hatte der Presse bereits ihren Rücktritt mitgeteilt, als der Geschäftsführer eintraf, der vom Vereinsvorstand informiert worden war.&#8221;<br />
So wird dem Satz nicht nur ein wenig der Komplexität genommen, sondern der Knackpunkt des Satzes, nämlich der Rücktritt jenes Vorstandsmitgliedes, rückt weiter nach vorne in den Mittelpunkt. Noch einfacher sind allerdings sind zwei Sätze: &#8220;Sie hatte der Presse bereits ihren Rücktritt mitgeteilt, als der Geschäftsführer eintraf. Er wurde vom Vereinsvorstand informiert.&#8221;<br />
Wichtig ist bei Schachtelsätzen, dass trennbare Verben vermieden werden (&#8220;informierte&#8221; statt &#8220;teilte [..] mit&#8221; und die Hauptaussagen des Satzes nicht irgendwo hinten an stehen, sondern in den Vordergrund rücken. So vermeidet man unübersichtliche Sätze.</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711bbe7a"></a>Aktiv und Passiv</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3">Will man einen Text möglichst unpersönlich klingen lassen, so sind Passivkonstruktionen (Passiv = Leideform) zu verwenden: &#8220;Im Vorfeld waren die Mitglieder vom Vorsitzenden Detlef Dussel gebeten worden, der Gebührenerhöhung zuzustimmen. In der Mitgliederversammlung wurde der Antrag jedoch lautstark kritisiert.&#8221;<br />
Weitaus lebendiger klingt der Satz jedoch so:<br />
&#8220;Vorsitzender Detlef Dussel hatte die Mitglieder im Vorfeld gebeten, der Gebührenerhöhung zuzustimmen. In der Versammlung kritisierten sie den Antrag jedoch lautstark.&#8221;</p>
<p>Passiv ist nur in folgenden Fällen angebracht:<br />
• Man leidet wirklich: &#8220;Ich wurde von einem Hundgebissen.&#8221;<br />
• Der Handelnde ist unwichtig: &#8220;Die Ausstellung ist geöffnet von 10 -18 Uhr.&#8221;<br />
• Es gibt keinen direkt Handelnden: &#8220;In der Satzung ist vorgesehen, dass&#8230; &#8220;</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td colspan="3"><a name="00000093b711bce7b"></a>Zitate</td>
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<td colspan="3">Zitate erhöhen den Wert eines Zeitungsartikels, machen ihn abwechslungsreicher, lebendiger und authentischer. Es gibt zwei Möglichkeiten, Zitate zu formulieren:<br />
• Direkte Rede. &#8220;Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen&#8221;, betonte Fred Pflaume.<br />
• Indirekte Rede (im Konjunktiv!): Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaftseiein Traum für ihn in Erfüllunggegangen, betonte Fred Pflaume.</td>
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<td colspan="3"><a name="00000093b711be77c"></a>Schreibregeln für Zahlen</td>
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<td colspan="3">Früher galt bei Zeitungen die Regel, Zahlen bis zwölf seien als Wort zu schreiben, darüber als Ziffer. Heutzutage lockert sich diese Vorschrift zusehends: Die Zahlen von 1 bis 12 werden ebenfalls als Ziffern geschrieben, wenn sie das nachfolgende Hauptwort näher bezeichnen („ein Drucker mit 9 Nadeln&#8221;). Zahlen von 13 an können ausgeschrieben werden, wenn sie übersichtlich sind (&#8220;Er blickt auf fünfzig Jahre Flugerfahrung zurück.&#8221;)<br />
Bei ungefähren Angaben wird die Zahl als Wort geschrieben, exakte Angaben stehen in Ziffern: „Tausend Teilnehmer besuchten den Flugtag&#8221; &#8211; es könnten aber auch ein paar mehr oder weniger gewesen sein.</td>
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